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16.12.2019

Ein Ausflug mit Ganesha und Capri-Sonne

Über den Besuch zweier IGS-Klassen im hinduistischen Tempel Hannovers.

 

Am 16.12.2019 war ich mit beiden Religionskursen der 9 Klasse in einem hinduistischen Tempel. Er heißt Muthumariamman, und er wurde ausschließlich aus Spendengeldern errichtet.

Unser Besuch dauerte vom Morgen bis zum Mittag. Wir durften uns zunächst etwas im Gebetsraum umsehen. Danach setzten wir uns hin und ließen uns viele Dinge über den Tempel und den Hinduismus erklären. Wir erfuhren, welcher Gott für welche Bereiche zuständig ist und welche Beziehungen es zwischen den Göttern gibt. Danach konnten wir viele weitere Fragen stellen.

 

Schließlich kam der Priester des Tempels zum Gespräch dazu, welcher im Hinduismus Brahmane genant wird. Wir durften zusehen, wie die Gebete in einem hinduistischen Tempel ablaufen. Wir erfuhren, dass es eine bestimmte Reihenfolge gibt, in der die Götter angebetet werden. Zuerst war Ganesha an der Reihe – die oft mit einem Elefantenkopf dargestellt wird. Danach die weiteren Gottheiten in einer festen Reihenfolge.

Als der Priester dann anfing zu beten, sprach er so schnell, dass auch, wenn wir seinen Sprache verstanden hätten, wir ihn wahrscheinlich nicht verstanden hätten. Aber seine Frau hat einiges übersetzt, sodass wir zumindest etwas verstehen konnten. Der Brahmane betete im Uhrzeigersinn einmal zu allen Göttern. Danach waren wir eingeladen und ermuntert, selbst mal so ein Gebet aufzusagen. Manche haben lieber verzichtet, denn ganz ehrlich: Das fühlt sich schon komisch an.

Danach haben wir was zu essen bekommen. Es gab so eine Art vegetarisches Curry mit Reis und verschiedenen Beilagen: Zu trinken gab es Capri-Sonne und ein paar Softdrinks. Im Anschluss an das Essen gab es noch einige Erklärungen zu unseren Fragen und außerdem durften wir noch Fotos machen. Dann haben wir Abschied genommen und sind heimgefahren.


Im Unterricht waren schon Weltreligionen dran, also unter anderem auch Hinduismus. Es ist allerdings etwas ganz anderes, den Hinduismus selbst zu erleben, als nur im Schulbuch darüber Hinduismus zu lesen.
Im Tempel kann man das wirklich mit eigenen Augen sehen, das Essen riechen, die Gebete hören. Das macht uns jetzt nicht zu Experten, gibt aber einen guten Eindruck. Der Hinduismus ist uns jetzt weniger fremd. Die Religion ist uns als sympathisch nähergebracht worden. Aber ihr anschließen muss man sich ja trotzdem nicht gleich.

Man könnte ja auch mal einen Besuch bei einer anderen Art der Kirche machen. Etwa in einem buddhistischen Kloster, in einer jüdischen Synagoge oder auch einer Moschee. Wer weiß…

Corbyn Wiedersheim