Aus dem Kulturressort

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Der Waliserkönig Artus, Vorlage für unseren Barbarossa, verzückt Menschen seit Jahrhunderten. Am 26. und 27. Februar 2020, jeweils um 12:00, finden unter Federführung des Kollegen Rosenbaum folgende Vorstellungen statt:

 

Das Barockensemble Filum aus Hannover in Kooperation mit Nysen aus Hamburg setzen Henry Purcells Oper in einer Kammerversion um, die die Handlung auf das Wesentliche fokussiert: Eine Sopranistin, ein Bariton und ein Schauspieler, begleitet von einem Lautenisten, erzählen die Geschichte des sagenumwobenen Königs Arthur: Wie er in kriegerischen Verstrickungen mit dem Sachsenkönig Oswald die Insel Britannien von dem Eindringling zu befreien sucht und sich nach friedlicher Zweisamkeit mit der blinden Emmeline sehnt.

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© Sina Morcinek

Die reduzierte Fassung bringt die Zuschauer, die wie in Arthurs Tafelrunde kreisrund um das Spielpodest sitzen, mit der Oper auf Tuchfühlung. Die Oper findet mitten unter ihnen statt – und macht sie von Zuschauern zu Akteuren, die aktiver Teil der Handlung werden. Sie beobachten sich mit König Arthur selbst auf der immer wieder neuen Suche nach den wirklichen Prioritäten im Leben: Sind es Macht, Status und immer verfügbare Digitalität – oder Liebe, Mitmenschlichkeit und gemeinsame, aktiv mitgestaltete kulturelle Erlebnisse? Werden die inneren und äußeren Kämpfe zunächst noch mit Verbissenheit und Waffen ausgetragen, so kann der lebensfeindliche Eindringling Oswald schließlich auf ganz überraschende Weise nachhaltig überwunden werden.

In einem Workshopteil direkt vor der Opernaufführung erfahren die Schüler Hintergrundwissen zum Stoff um König Arthur, zur Entstehung dieser Oper und zur Gattung Oper an sich.